| Zwischennutzung
In Bamberg Mitte beeinträchtigt Leerstand in
den Erdgeschosslagen die Attraktivität für die ansässigen
Gewerbe und die Quartiersbewohner.
Im Bereich Obere/Untere Königstraße und Siechenstraße
gibt es eine hohe Fluktuation bezüglich der Vermietung von Gewerberäumen.
Hier wurde die Situation vor allem durch die Wanderbaustellen in den
letzten Monaten erschwert. Hohe Staub- und Lärmbelästigung
wirken sich zögerlich auf die Neuansiedlung von Gewerbe und Bewohnern
aus. Es ist jedoch auffällig, dass sich Kunsträume (Graffitikünstler,
Werkstatt, KUNSTRAUM bluemerant) neu etablierten. Die Umbruchsituation
zieht kreative Akteure an. Wie Pionierpflanzen erobern sie sich den
Raum.
Ein sinnvolles Zwischennutzungskonzept für eine
nachhaltige und soziale Kultur des Gebrauchs von Leerstand bringt neue
Impulse für die Stadtteilentwicklung. Dazu wird für Bamberg
Mitte ein Leerstandregister sowie ein Netzwerk zwischen Immobilieneigentümern
und Nutzungsinteressenten aufgebaut. Zukünftig werden in regelmäßigen
Gesprächsrunden Ideen auf Angebote treffen und Kontakte geknüpft.
Neue bedarfsgerechte Konzepte sind hier gefragt.
Zwischennutzung ist eine geeignete Strategie, um:
- günstige Startbedingungen für Existenzgründer
zu verhandeln
- die lokale Ökonomie zu stärken und das
Quartier zu beleben
- frischen Wind und neue Impulse für die wirtschaftliche
und kulturelle Entwicklung des Standortes durch vielfältige Angebote
zu erzeugen
- soziales und kulturelles Kapital im Quartier durch
die Förderung von Partizipation und Netzwerkbildung zu entwickeln
und zu binden
Möglichkeiten der Zwischennutzung:
- Schaufenster attraktiv gestalten
- Leerstand als Ausstellungsfläche zur Verfügung
stellen (z. B. für Kunst)
- Vergünstigte Konditionen für Existenzgründer
verhandeln
Zwischennutzung fördert eine nachhaltige
Stadtentwicklung.
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