Stadtplan: Stadtplanungsamt Bamberg

 

Bamberg Mitte

Das Gebiet östlich des rechten Regnitzarms ist in seinen Ursprüngen auf ein slawisches Dorf, der „Theuerstadt" zurückzuführen. Mit der Gründung des Klosters St. Gangolf erhielt das Gebiet, das an Handelsstraßen und Wasserweg liegt, einen neuen Entwicklungsschub. Noch heute kann man den Verlauf des „Steinwegs" der heutigen Königsstraße an der Stadtstruktur ablesen. Die Brauereigaststätten und Herbergen für die Versorgung der Durchreisenden sind erhalten geblieben.

Eine neue Entwicklung erhielt das Gebiet durch den Bau der heutigen Luitpoldstraße, welche den Bahnhof an die Innenstadt anbindet. Das hohe Passantenaufkommen und die Beziehung zur Innenstadt sind und bleiben wichtige Standortfaktoren für das Gebiet.
Durch die Schaffung der Fußgängerzone in den 70er Jahren hat das Gebiet „Kettenbrücke-Königstraße-Bahnhof" noch stärker als zuvor die verkehrliche Zubringerfunktion für die Inselstadt übernehmen müssen. Das motorisierte Verkehrsaufkommen ist gestiegen, die Aufenthaltsqualität gesunken und mehr und mehr Fachgeschäfte haben den Standtort verlassen. Heute ist das Gebiet charakterisiert durch eine hohe Fluktuation gerade der Erdgeschossmieter, durch Leerstände und Investitionsrückstau.

Angesichts der stadtstrukturell und baulich hohen Potentiale des Standortes muss es im Rahmen der Aktiven Stadt- und Ortsteilzentren darum gehen, die Attraktivität und Eigentragfähigkeit des Gebietes zu stärken.

 

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